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Ökologische Umgestaltung der „Oberen Altmühl“

Jahr 2025

Im September 2025 wurden die gewässerökologischen Arbeiten unterhalb von Leutenbuch fortgesetzt.

Hierbei konnte das Wasserwirtschaftsamt Ansbach auf die erworbenen Flächen aus einem erfolgreichen Flurbereinigungsverfahren an der Altmühl zurückgreifen.

Hauptaugenmerk lag auf der Wiederherstellung einer abgetrennten Flussschleife. Auf den Luftbildern ist diese also solche noch klar zu erkennen und wurde bei höheren Abflüssen auch weiterhin von Wasser geflutet. Zusätzlich mündet an dieser Stelle der Schlammerngraben von Westen in die Altmühl, was den Standort gewässerökologisch noch aufwertet. Ziel war die Altmühl wieder in den alten Gewässerlauf zu führen. Hierzu wurde eine Überlaufschwelle angelegt. Diese dient der Zugänglichkeit zur Inselstruktur für die Bewirtschaftung und auch dem Wasserabfluss bei Hochwasser. Bei größeren Abflüssen kann die Altmühl weiter geradeaus fließen, um die Situation für die anliegenden Grundstücke nicht zu verschlechtern. Der neue Gewässerverlauf soll durch die wechselnde Fließrichtung und die eingebrachten Gehölzstrukturen als attraktiver Lebensraum für Gewässerlebewesen ausgestaltet werden.

Abbildung: Gewässerschleife vor der Umsetzung
Abbildung: Gewässerschleife nach der Umsetzung im November 2025
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Zusätzlich wurde entlang der Altmühl auf einem schlauchartigen Grundstück des Freistaat Bayerns mehrere Kaskadenartige Flachmulden angelegt. Diese werden bei leicht erhöhten Wasserständen durchströmt. Hierbei werden Wasser und auch Feinstoffe zurückgehalten. Das Wasser kann anschließend versickern und der entstehende Lebensraum dient auch als Futterquelle für Wiesenbrüter. Die Mulden sind so ausgestaltet, dass das Wasser mit zurückgehendem Wasserspiegel langsam ausfließt und keine Fischfallen enstehen.

Abbildung: Flachmulde bei normalem Wasserstand der Altmühl
Abbildung: Flachmulde bei leicht erhöhtem Wasserstand der Altmühl
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Jahr 2024

Im September 2024 wurden die Arbeiten zur ökologischen Umgestaltung der „Oberen Altmühl“ zwischen Großenried und Thann fortgesetzt. Aufgrund ihres monotonen und geradlinigen Verlaufs fehlt es dem Gewässer an Dynamik und Struktur. Der Mangel an Ufergehölzen führt in den Sommermonaten zu hohen Wassertemperaturen. Zudem gelangen abgeschwemmte Sedimente von umliegenden Flächen in die Altmühl. Mit der Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen entlang des Gewässers soll in erster Linie die Gewässerqualität verbessert werden.

Um die Fließgeschwindigkeit der Altmühl zu erhöhen und deren Eigendynamik anzuregen, wurden an ausgewählten Stellen des Gewässers Buhnen aus Lehm, Wurzelstöcken und Totholzästen eingebaut. Diese engen den Fließquerschnitt ein und tragen so zur Entwicklung eines dynamischen Flussverlaufs bei. Untersuchungen zeigen, dass Totholz im Gewässer einen wichtigen Lebensraum und eine wichtige Nahrungsquelle für Kleinstlebewesen darstellt. Auch Fische nutzen diese Strukturen gerne als Unterstände. Damit die Äste bei Hochwasser nicht aufschwimmen, werden sie in die Böschung eingegraben oder mit Wasserbausteinen beschwert.

Abbildung: Lenkbuhne aus Lehm
Abbildung: Eingebautes Totholz
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Durch die Aufweitung einmündender Bäche werden die von Starkregenereignissen abgeschwemmten Nährstoffe und Sedimente zurückgehalten. Die Pufferwirkung führt dazu, dass die Stoffeinträge in die Altmühl und folglich in den Altmühlsee reduziert werden. Im Laufe der Jahre hat sich eine große Menge Sediment in der Altmühl abgelagert. Im Zuge der Renaturierungsmaßnahmen wurden dem Gewässer auf einer Strecke von 800m etwa 3.000m³ Sediment entnommen und als Bodenverbesserungsmaßnahme auf umliegenden Ackerflächen ausgebracht.

Abbildung: Aufweitung des Seegrabens
Abbildung: Gewässerprofilierung und Sedimententnahme
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