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Beschattung unserer Gewässer

Gewässerbegleitende Sträucher und Bäume beschatten die Wasserfläche und wirken damit an heißen Sommertagen einer starken Erhöhung der Wassertemperatur entgegen. Wassertemperaturen ab 25 Grad sind für viele Gewässerorganismen kritisch und können der Lebensgemeinschaft schaden. Insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Gewässern bis ca. 10 m Breite haben Sträucher und Bäume eine große Wirkung. Weiterhin bilden Ufergehölze mit ihrem Wurzelsystem einen natürlichen Sohl- und Uferschutz im Fließgewässer. Gehölzsäume an Gewässern prägen das Landschaftsbild und das Wurzelgeflecht im Wasser bietet vielfältigen Organismen Lebensraum. Auch die Taubildung wird verstärkt, was sogar zu einer Änderung des Mikroklimas führen kann.

Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach entwickelt daher an den staatlichen Gewässerabschnitten durch jährliche Pflanzungen naturnahe Ufergehölze und erhält durch sinnvolle Pflege den standorttypischen Gehölzbestand.

Abbildugn: Beschattung eines Gewässers

Abbildung: Beschattung eines Gewässers

Im Winterhalbjahr 2024/25 hat das Wasserwirtschaftsamt Ansbach etwa 9.000 Gehölze entlang von Fließgewässern im Amtsgebiet gepflanzt. Ungefähr die Hälfte davon entfiel auf den Landkreis Ansbach, die restlichen Pflanzen auf die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim. Die Pflanz- und die anschließenden Pflegearbeiten werden entweder an externe Firmen vergeben oder durch die zuständige Flussmeisterstelle des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach ausgeführt.

Pflanzung an der Altmühl 2025

Pflanzung an der Altmühl 2025

Im März 2025 wurden auf einem Abschnitt von etwa 260 Metern 500 Gehölze entlang des Südufers der Altmühl gepflanzt. Die Pflanzung setzt sich aus gebietsheimischen und standorttypischen Sträuchern und Bäumen zusammen, die in Zukunft das Gewässer beschatten sollen. Für die Strauchschicht werden Arten mit unterschiedlichen Wuchshöhen und -formen ausgewählt, die in Zukunft einen dichten Unterwuchs unter der Baumschicht bilden und einen Überhang zum Gewässer hin entwickeln. So wurden höher wachsende Großsträucher bis Kleinbäume wie zum Beispiel die Traubenkirsche oder der Eingriffelige Weißdorn mit Großbäumen wie etwa der Winter-Linde oder der Flatter-Ulme kombiniert. Die Pflanzen werden über einen Zeitraum von zwei Jahren zusätzlich bewässert, um deren Anwuchs sicherzustellen. Ebenso wird die Pflanzfläche ausgemäht, sodass wiesen- oder krautartige Pflanzenarten die Gehölze nicht verdrängen bis diese eine entsprechende Wuchshöhe erreicht haben

Abbildung: Pflanzung an der Altmühl bei Großenried

Abbildung: Pflanzung an der Altmühl bei Großenried

Setzstangen an der Wieseth und der Fränkischen Rezat

Setzstangen an der Wieseth und der Fränkischen Rezat

Für die Entwicklung von Gehölzen entlang eines Gewässers gibt es neben der Möglichkeit der klassischen Pflanzung von Sträuchern und Bäumen auch die Option der Bepflanzung mit Setzstangen. Dabei handelt es sich um dicke, geschnittene Gehölzäste. Diese werden bevorzugt von Pflanzenarten gewonnen, die ein hohes Ausschlagvermögen aufweisen, also die Fähigkeit, schnell neue Wurzeln und Triebe zu bilden. So werden diese Arten bei Pflegemaßnahmen häufig „auf Stock gesetzt“. Das heißt, die Pflanzen werden stark und kurz über dem Boden abgeschnitten

Im März 2025 wurden seitens der Flussmeisterstelle des WWA Ansbach zwei Pflanzungen mit Setzstangen durchgeführt. Die dafür benötigten Gehölzäste stammten aus einer älteren Pflanzfläche entlang der Fränkischen Rezat nördlich der Rohrmühle, die ehemals vom WWA angelegt wurde. Bei Pflegemaßnahmen des Auwaldes wurden zahlreiche Weiden zurückgeschnitten, wodurch viele Gehölzäste für zukünftige Pflanzaktionen gewonnen werden konnten.

Abbildung: Setzstangen entlang der Wieseth

Abbildung: Setzstangen entlang der Wieseth

Eine der Pflanzungen befindet sich entlang der Fränkischen Rezat im Abschnitt zwischen der Ansbacher Kläranlage und der Steinbacher Mühle, die Andere entlang der Wieseth oberhalb der Burgstallmühle. Während der Pflanzarbeiten wurde die Flussmeisterstelle von einem Bagger unterstützt, der die Weidenpfähle tief genug in den Boden drückte. Abschließend wurde an den frisch gepflanzten Weiden-Arten noch ein Verbissschutz angebracht. Bereits nach kurzer Zeit zeigten sich Erfolge: die ersten Setzstangen haben schon neue, junge Triebe gebildet.

Abbildung: Ausgetriebene Weide im Juni 2025

Abbildung: Ausgetriebene Weide im Juni 2025

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