Hochwasserereignisse

Hochwasser sind Teil des natürlichen Wasserkreislaufs. Nicht Menschenhand, sondern die Natur selbst verursacht dieses Phänomen. Ergiebige Niederschläge, manchmal auch mit Schneeschmelze verbunden, sind Teil des alljährlich wiederkehrenden Wettergeschehens. Hochwasser lassen sich deshalb auch nicht verhindern oder gar abschaffen. So bleibt den Menschen nur die Möglichkeit, dem Fluss seinen Raum zu geben oder mit dem Hochwasserrisiko zu leben. Katastrophen wie das Hochwasser am Magdalenentag im Jahr 1342 oder das verheerende Hochwasser am Main von 1784 waren Ereignisse, die viele Menschenleben kosteten und riesige Schäden anrichteten. Die historischen Aufzeichnungen dokumentieren, dass fast jede Generation schmerzhafte Erfahrungen mit Überschwemmungen machte. Dies reicht bis in die Gegenwart.

Die Städte und Gemeinden in Westmittelfranken blieben von den verheerenden und weiträumigen Katastrophenhochwässern der letzten Jahre zumeist verschont. Das muss nicht so bleiben. Auch in unserer vergleichsweise niederschlagsarmen Region sind extreme Hochwässer nicht ausgeschlossen, zumal der Klimawandel eine Häufung von extremen Wetterlagen erwarten lässt. So wurden in den zurückliegenden Jahren die größten Hochwasserereignisse an den Flüssen wie folgt registriert:

  • Februar 1970 Tauber
  • März 1988 Altmühl
  • Dezember 1993 Fränkische Rezat und Wörnitz
  • April 1994 Rednitz
  • Januar 1995 Aisch
  • Juni 2005 Rohrach und Hahnenkammsee

Die Häufigkeit der hier genannten Hochwasserereignisse schwankte dabei zwischen einer 20- und 40-jährlichen Wiederkehr. Bei diesen Hochwässern wurden die Talräume bereits breitflächig überflutet, extreme Schäden in den Siedlungsgebieten blieben dabei nur auf wenige Ortbereiche beschränkt.


Ausgewählte Hochwasserereignisse