Hochwasserschutz für Immeldorf eingeweiht
Auf den Tag genau, am 12. Oktober vor zwei Jahren, prägten beim Besuch des Herrn Bezirkstagspräsidenten auf der Baustelle für den Hochwasserschutz in Immeldorf noch Baumaschinen das Bild. Am 12. Oktober 2009 erfolgte die offizielle Übergabe der fertig gestellten Hochwasserschutzanlagen an den Markt Lichtenau. Der Lichtenauer Ortsteil wurde in der Vergangenheit regelmäßig bei Hochwasser von der Fränkischen Rezat oder vom Büschelbach überflutet. Deshalb plante das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, im Auftrag des Bezirks Mittelfranken, den Hochwasserschutz für Immeldorf.
Die Arbeiten an der Fränkischen Rezat wurden in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführt. Eine Kombination von Hochwasserschutzdeich, Flutmulden und Flutbrücke garantieren zukünftig einen Hochwasserschutz gegen ein Hochwasser, das im statistischen Mittel einmal in hundert Jahren vorkommt. Über 100 Kubikmeter pro Sekunde fließen dann schadlos an der Ortschaft vorbei.
Bestandteil der Planung ist auch ein Umgehungsgerinne für Fische. Bislang hinderte das alte Wehr der Mühle die Fische an ihrer Wanderung im Fluss. Dieses wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Zukünftig fließt das Hochwasser über das neue Wehr sicher ab. Außerdem entstand ein neues, 130 m langes Gewässerbett für die Fränkische Rezat. In diesem neuen Gewässer umwandern die Fische das nicht passierbare Wehr.
Die bayerischen Bezirke waren bis Ende 2008 für die Gewässer II. Ordnung zuständig und somit war der Bezirk Mittelfranken auch Vorhabensträger für die Umgestaltungen im Talraum der Fränkischen Rezat. Im Auftrag des Bezirks plante das Wasserwirtschaftsamt Ansbach und wickelte die Baumaßnahme ab. Die Maßnahme wurde von der Europäischen Union bezuschusst. Der Bezirk Mittelfranken übernimmt 30%, der Markt Lichtenau 25 % der Kosten. Die veranschlagten Baukosten von rund 1,2 Mio. Euro wurden um 200.000 Euro unterschritten.
Voll wirksam ist der Hochwasserschutz allerdings erst jetzt, nachdem der Markt Lichtenau das Hochwasserrückhaltebecken am Büschelbach erstellt hat. Dort können im Bedarfsfall 40.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden. Der Ablauf aus dem Becken ist so festgelegt, dass der Büschelbach unterhalb des Beckens nicht mehr über die Ufer tritt.

